Die Stimmung vieler Wählender vor der kommenden Bundestagswahl ist von starken Verlustgefühlen, Sorgen und Enttäuschung über die Politik geprägt. Die Konsequenzen einer stotternden Wirtschaft, fehlgesteuerter Migration und bröckelnder Infrastruktur dringen zunehmend in den Alltag ein und erzeugen das Gefühl, in einem Problemstau ohne Ausweg festzustecken. Das sind zentrale Ergebnisse der regelmäßig vor einer Bundestagswahl durchgeführten Wahlstudie des rheingold-Instituts.
„Die empfundene Ausweglosigkeit manifestiert sich gleich auf drei Ebenen“, sagt Studienleiter Stephan Grünewald. „Politisch fehlen überzeugende Visionen und weder die Kandidaten noch die Koalitionsoptionen überzeugen die Wählenden.“ Der in den letzten Jahren praktizierte Rückzug in private Wohlfühl-Blasen funktioniert meist nicht mehr als Beruhigungsstrategie. Insgesamt wird das einst so erfolgreiche Vorzeigeland Deutschland als marode erlebt. Die Menschen zeigen sich in ihren Grundfesten erschüttert und haben kaum Zuversicht, dass sich die Lage durch einen Regierungswechsel verbessern wird.
Hier finden Sie die Ergebnisse der Studie im Einzelnen