
Demokratie lebt vom Engagement jedes Einzelnen. Die Beiträge auf dieser Seite sollen helfen, Formen der Partizipation für alle aufzuzeigen, zu schaffen und zu verstetigen. Auf dieser Seite stellen wir beachtenswerte Studien, Projekte sowie die Ergebnisse interessanter Veranstaltungen zum Thema vor.
BDKJ-Grundsatzpapier für eine kinder- und jugendgerechte Gesellschaft
Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Dachorganisation von 17 katholischen Jugendverbänden, die die Interessen von 660.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschlandvertritt, hat ein Grundsatzpapier für eine kinder- und jugendgerechte Gesellschaft veröffentlicht. Dazu heißt es: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind die Gegenwart und Zukunft für unsere Demokratie. Daher ist klar: Es braucht Investitionen in junge Menschen – nicht erst morgen, sondern heute! In einer kinder- und jugendgerechten, solidarischen Gesellschaft stehen die Bedürfnisse und Anliegen junger Menschen im Mittelpunkt. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden konsequent an Entscheidungsprozessen beteiligt. Dabei ist es wichtig, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, aktiv zuzuhören und sie ernst zu nehmen. Als BDKJ setzen wir uns für eine Gesellschaft ein, in der junge Menschen bestmögliche Rahmenbedingungen vorfinden, um gut und glücklich aufzuwachsen.
Das Original-Dokument finden Sie im Anhang:
Mehr Engagement junger Menschen ist möglich – wenn sie sich ernst genommen fühlen
Eine Mehrheit der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland zeigt Interesse an gesellschaftlichen und politischen Themen. Zugleich setzen die jungen Menschen nur geringes Vertrauen in die Politik und glauben nicht daran, dass sie selbst etwas bewirken können. Trotzdem wären viele von ihnen bereit, sich zu engagieren, vor allem auf lokaler Ebene. Dafür braucht es neben neuen Beteiligungsformaten auch einen Kulturwandel in Politik und Gesellschaft. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Bertelsmann-Studie.
Neben diesen grundsätzlichen Zweifeln sehen die jungen Menschen allerdings auch konkrete Hürden für mehr politisches Engagement. So geben 43 Prozent an, dass sie gar nicht wissen, wo oder wie sie sich einbringen können. Die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass es abseits von Wahlen zu wenig Möglichkeiten für Jüngere gibt, um sich zu beteiligen. Nicht einmal jede:r Zehnte glaubt, dass Parteien offen für die Ideen junger Menschen sind. Noch etwas weniger sind überzeugt, dass Politiker:innen die Sorgen der jungen Generation ernst nehmen.
Dennoch gibt es Potenzial dafür, dass sich junge Menschen stärker in die Gesellschaft einbringen. Mehr als ein Drittel der Befragten hätte Interesse, für die ihnen wichtigen Themen aktiv zu werden, etwa durch das Unterzeichnen von Petitionen oder das Leisten von Freiwilligenarbeit. Ein weiteres Drittel ist zumindest teilweise dazu bereit. „Junge Menschen würden sich politisch mehr engagieren, wenn sie wüssten, dass ihr Einsatz tatsächlich eine Wirkung entfaltet und ihre Argumente Gehör finden. Daraus entstünde die größte Motivation für sie. Deshalb muss es der Politik besser als bisher gelingen, auf junge Menschen zuzugehen, Wert auf ihre Meinung zu legen und sie bei Entscheidungen einzubinden“, sagt Regina von Görtz, Expertin für Jugend und Demokratie der Bertelsmann-Stiftung.
Hier finden Sie die beiden aktuellen Studien zum Thema (Stand: Dezember 2024)